Schiff Nadap

Baujahr, Bauort: 1965, Vác

Hergestellt von: Vácer Schiffabrik
Aufnahmekapazität: 100 Personen
Länge des Schiffkörpers: 24,73 Meter
Breite des Schiffkörpers: 4,19 Meter
Mindesttiefe: 0,53 Meter
Angaben des Motorenherstellers: Antrieb durch einen Dieselmotor vom Typ Volvo-Penta APD 41 mit eingebautem „Z-tribes Treibwerk”.

Über das auf dem Velence-See fahrende Schiff Nadap wissen wenige Leute, dass es einst auf der Donau „geflogen ist”. Es wurde als Flügelschiff gebaut und ging mit dem Namen „Schwalbe” in die Geschichte des ungarischen Schiffbaus ein.

Was für eine Geschichte hatte dieser schöne Vergnügungsdampfer seit seinem Bau?Anfang der 1950-er Jahre war die „Vácer Donauer Schiffabrik” eine bedeutende Fabrik der ungarischen Schiffsbau-Industrie ( später die „Vácer Fabrikeinheit der Ungarischen Schiff- und Kranindustrie”, noch später die  „Vácer Schifffabrik von Ganz Danubius”).

Durch gute Ausbildung der planenden und ausführenden Personen und die ständig weiter entwickelte Technologie wurde die Fabrik zur Planung von Aluminiumschiffen geeignet. Diese Aluminiumschiffe waren von guter Qualität und entsprachen dem damaligen Zeitalter.

Die Leitung der sich entwickelnden Donauer Schiffabrik entschied sich für die Planung und Herstellung eines Tragflügelschiffes mit der Unterstützung des ungarischen Verkehrsministeriums im Jahre 1960. Die „Schwalbe” wurde unter der Leitung des Hauptkonstrukteurs Gábor Fekecs und nach den Plänen von Dezső Beledi im Jahre 1963 mit dem Zweck gebaut, dieses durch das Unternehmen „MAHART” („Ungarische Schifffahrt Aktiengesellschaft”) bei deren internationalen Schiffahrten zu verwenden.Die Länge der „Schwalbe” war 24,73 Meter und die Breite 4,19 Meter. Die Maschinenausstattung (der Hauptmotor mit 1000 Pferdestärken samt Zubehör) kam aus der UDSSR, da es in Ungarn an diesen Produkten mangelte.

Das fertiggestellte Schiff wurde im Frühjahr 1964 in Betrieb gesetzt – zuerst aber nur probeweise zu Versuchszwecken. Das Schiff wurde hiefür mit künstlicher Belastung mit Sandsäcken aufgeladen und  es wurden regelmäßig Messungen durchgeführt.Es sollte ständig auf der Reiseroute zwischen Budapest-Mohács fahren.Laut Erzählung des Maschinenbetriebsleiters verspätete sich die fahrplanmäßige Inbetriebnahme und es stellte sich durch die verspätete endgültige Fertigstellung heraus, dass das Unternehmen „MAHART” in der Zwischenzeit bereits zwei Flügelschiffe aus russischer Produktion vom Typ „Rakete” verwendete. Diese sind von den UDSSR mit Hilfe der entwickelten Flugzeug-und Kriegsindustrie in großen Serien hergestellt worden.

Die Probefahrten wurden im Herbst 1964 beendet, das Unternehmen „MAHART” übernahm das Schiff von der Schiffabrik nicht, zur Behebung der Mängel gab es wahrscheinlich auch kein Geld und keine Energie und so wurde das Schiff abgestellt. Die Flügel der „Schwalbe” wurden abmontiert und ein neuer Motor wurde eingebaut.

Das Schiff wurde mit dem Namen Nadap neugetauft und wurde dem Unternehmen „SZOT” übergeben.” SZOT” benutzte das Schiff auf dem Velence-See, seit dieser Zeit funktioniert das in Ungarn hergestellte Schiff „ohne Flügel” und mit 100 Personen Aufnahmekapazität. Der gegenwärtige Inhaber und Inbetriebhalter des Schiffes „Nadap” ist die „Velence-Seer Entwicklungs- Nonprofit GmbH”. Unsere Firma hat in den letzten Jahren das Schiff durch staatliche Unterstützungen und aus eigenen Quellen erneuert. Das Schiff hat einen modernen, umweltfreundlichen Motor und Generator bekommen.


Schiff Agárd

Baujahr, Bauort: 1964, Horány

Hergestellt von: Pestmegyei Révhajózási Vállalat
Aufnahmekapazität: 50 Personen
Länge des Schiffkörpers: 11,91 Meter
Breite des Schiffkörpers: 3,0 Meter
Mindesttiefe: 0,55 Meter
Angaben des Motorenherstellers: Antrieb durch einen Dieselmotor vom Typ Volvo-Penta APD 31 mit eingebautem „Z-tribes Treibwerk”.


Schiff Gárdony

Baujahr, Bauort: 1985, Horány

Hergestellt von: Pestmegyei Révhajózási Vállalat
Aufnahmekapazität: 40 Personen
Länge des Schiffkörpers: 14,3 Meter
Breite des Schiffkörpers: 3,25 Meter
Mindesttiefe: 0,48 Meter
Angaben des Motorenherstellers: Antrieb durch einen Viertakt-Dieselmotor vom Typ Andoria mit traditionellem Wellenantrieb.